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Wednesday, December 07, 2016
2010
201023-201024-201025 - Permutation Orange

 

Zu der Arbeit "201023-201024-201025 - Permutation Orange"

 

(Left in the source language)

Was ist zu sehen?

Streifen. Farbige Streifen in vertikaler Anordnung. 3 Bildträger, jeweils 24 x 30 cm groß, horizontal gehängt, 7 Streifen pro Element. Die Farbe Orange kehrt auf allen Bildträgern wieder, umgestellt, ausgetauscht, permutiert.

Die Reduktion der formalen Mittel führt zur Konzentration. Benennbare Farbgebung - grün, violett, gelb, blau, orange. Keine koloristische Verengung. Kein Lavieren in den Farbwerten. Klare Setzung. Bewegung, Farbverschiebung, Aufladen der Energien, Beugung der Farbwirkung durch Nachbarfarben, Wandel im Tagesverlauf (unterschiedliche Lichtverhältnisse: Tageslicht, Sonne, Regenwetter, morgens, mittags, abends bringen eine zusätzliche Dimension).

Parallel zu den farbigen Variablen: die Streifen haben unterschiedliche Breiten, sind leicht nach rechts geneigt. Die konstruktive Bildstruktur wird durch subjektive Verschiebung, unterstützt durch die Subjektivität der Farbwahrnehmung, aufgeladen.

Konzentration in Farbe, Faktur, Form.

Klarheit und Fülle das Ziel!


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3 Module: 201028-201030-201032

 

Zu der Arbeit 3 Module:
"201028" - "201030" - "201032"

 

(Left in the source language) 

1.
Die Bildtafel als Modul1

Teil einer geschlossenen Funktionseinheit. Eine Zusammenstellung nicht auf Dauer, sondern mit der Möglichkeit, sich wieder zu vereinzeln und in neuer Konstellation mit anderen Modulen zu verbinden. Module zur Rhythmisierung von Fläche (Wand) und Raum.

1 Begriffsbestimmung 'Modul', Quelle: Duden, Deutsches Universalwörterbuch (Ausgabe 1983): "austauschbares, komplexes Teil eines Gerätes oder einer Maschine, das eine geschlossene Funktionseinheit bildet."


2.
Farbe auf Fläche

Farbe an sich ist formlos, reine Energie. Zur Materialisation benötigt sie die Bindung an einen Körper. Die Wahl eines flachen, rechteckigen Bildträgers, eine Konvention, ist eine erste Entscheidung. Die Gliederung dieser Fläche in vertikale Streifen und Benutzung von Acrylfarben aus der Tube, ebenfalls Konventionen, sind weitere Entscheidungen. Die zunehmende Reduzierung der Elemente der Realisation, eine seit dem Modernismus gängige künstlerische Strategie, führt zur Steigerung und Aufladung der verbliebenen Mittel (die beispielsweise in der Malerei zum monochromen weißen Bild oder zum Ausstieg aus dem Bild geführt haben).

In den vorliegenden Arbeiten steigern sich die hart voneinander abgegrenzten Farbflächen gegenseitig, die Farbenergien werden aneinander aufgeladen. Die zuvor materialisierte Farbe löst sich vom Material (Pigment, Bindemittel, Bildgrund) zu ihrem eigentlichen Wesen und wird wieder Energie.

Zur Positionierung der Streifen auf dem Bildträger wird ein Raster genutzt, das sich durch geringfügige Verschiebung aus seiner mathematisch rechtwinkligen Konstruktion löst.

Diese Verschiebung vom Objektiven - rechtwinklige Konstruktion der vertikalen Streifen - zum Subjektiven - Kippen der Streifen nach rechts, unterschiedliche Breite der Streifen usw. - findet sich auch in anderen bildkonstituierenden Elementen. Die meist ohne Mischung direkt aus der Tube in mehreren Schichten aufgetragene Farbe wird durch Kontrastieren mit anderer Farbe, unterschiedlicher Lichtsituation, Verschiebung des Betrachtungswinkels, unterschiedlicher Sensibilität des Betrachterauges, vom Objektiven in´s Subjektive gewendet, zur subjektiven Farbwahrnehmung. Die nüchterne Anmutung der Arbeiten wird durch die rein subjektive Auswahl der Farben, die keinerlei Farbtheorie illustrieren, beweisen oder begründen will, aufgebrochen.

Es geht um die Dialektik zwischen Objekt - also Gegenstand, Ding - und Bild, zwischen einzelner Arbeit und Zusammenführung als Modul zu einer Funktionseinheit.


3.
Die Arbeiten als Modell

Vom Sehen zum Wahrnehmen.

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